Doug Jernigan

Seit 1989 ist er, immer gegen  Anfang September, zu Gast auf der Steelguitar Covention in St. Louis / Missouri, und weil die 'Amis' den Namen Jürgen nicht richtig aussprechen können, nennen sie ihn der Einfachheit halber 'George'.
Als einer der wenigen deutschen Musiker hat er sein Instrument in USA regelrecht studiert. Einer seiner Lehrmeister,
Doug Jernigan, zählt zu den Besten des Genres. (s. Foto unten)

Sieben Jahre lang spielte er bei der Formation "Nashville" ging dann zu der Westerwälder Band "Fiedel Joe & Co.", hatte Auftritte mit "Black Jack" sowie "RoadSide" und der "Jim Everett Band".
Zur Zeit findet man Juergen Schmidt mit seinen Stammformationen "Flophouse Stringband" und "Chicken Train" auf der Bühne, desweiteren sieht man ihn nun auch immer häufiger mit "Tommy Roberts & The Cruisers". Somit ist er ein gesuchter Musiker und gerne gesehener Gast auf allen Countrybühnen.

Mit 14 Jahren erwachte sein Interesse an der klassischen Gitarre. Trotz Privatunterricht fühlt er sich von Grund auf als Autodidakt. In den 70ern fuhr er auf Rockmusik ab, spielte aber auch Tanzmucken.
Seinen Berufswunsch 'Musiker' hat er sich heute erfüllt, auch wenn er ab und an noch andere Jobs annimmt. Irgendwann und irgendwo hat der heute 50 jährige die ersten Countryklänge zu hören bekommen, und da war eben auch eine Steelguitar dabei. "Dieser Sound hat mich fasziniert" sagt er noch heute. Mit den Pedalen läßt sich die Stimmung um einen halben oder gar ganzen Ton verändern, fast so als ob er gleitet. Der Gedanke, dieses Instrument zu spielen, ließ ihn nicht mehr los. Jürgen Schmidt besorgte sich mit 25 Jahren die erste Steelguitar und zwei Jahre später über Umwege in Amerika die erste Pedalsteel Guitar. Damals war es verhältnismäßig schwer, hier in Deutschland solch ein Instrument zu bekommen.

Sein großes Vorbild ist und bleibt der legendäre Buddy Emmons. "Seine Musik gibt mir heute noch etwas" sagt Jürgen und natürlich ist Country mit seinen vielen Stilrichtungen von Bluegrass, Western Swing, Oldtime bis hin zur heutigen modernen Country-Rock Musik die Lieblingsmusik geblieben.

Auch in diesem Jahr steht St. Louis und der anschließende Abstecher nach Nashville wieder in seinem Plan. Dann ist er wieder der ‘George’ aus Germany und freut sich auf die Sessions mit befreundeten Musikern, auf Konzerte in irgendeinem Kaff in und um Nashville. "Country Music gehört dort zum Alltag der Menschen. Es ist die Volksmusik, die in Kneipen, bei Familienfesten und auch pausenlos im Radio gespielt wird."
Ob er nicht einmal daran gedacht hat ganz drüben zu bleiben?
"Nun, es ist sehr schwierig, dort eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu bekommen" meint Schmidt, "aber ein Traum wäre das schon."

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